Wer sich nicht müht,
                            das Wort des Herrn
                            auch richtig zu erfassen,
                            macht sich schuldig!

                                                    
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    Wenn ein Gebot von Gott gegeben wird, so liegt darin schon der Beweis, daß es nicht leicht genommen werden darf, daß es erfüllet werden muß in unerläßlicher Notwendigkeit! Sonst wäre es Euch nie gegeben.
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    Wer nimmt sich die Mühe, ein Gebot durchzuempfinden. Sieht man die Kinder, die Erwachsenen, wie sie leichtfertig mit den Geboten ihres Gottes umzugehen pflegen, so könnte, müßte jedem ernsthaft denkenden Menschen ein Grauen kommen.
    Die Gebote werden in der Schule gelernt und oberflächlich durchgesprochen. Der Mensch ist froh, wenn er den Wortlaut in  sich  aufgenommen  hat  und  einigermaßen  darüber Auskunft geben kann, solange die Gefahr für ihn besteht, daß er darum befragt wird. Tritt er dann aus der Schule hinaus ins wirtschaftliche Leben, so ist auch dieser Wortlaut bald vergessen und damit auch der Sinn. Der beste Beweis dafür, daß es ihn überhaupt nicht wirklich interessiert hat, was sein Herr und Gott von ihm verlangt.
    Aber er verlangt nicht einmal damit etwas, sondern gibt in Liebe allen Menschen, was sie dringend brauchen! Es wurde ja vom Lichte aus bemerkt, wie sehr die Menschen sich verirrten. So wies ihnen Gott wie ein Erzieher treu den Weg, der sie zum ewigen Sein im lichten Reich des Geistes führt, also zu ihrem Glück, während Nichtbefolgung zu der Menschen Unglück und Verderben führen muß!
    Gerade deshalb ist es eigentlich nicht richtig, wenn man von Geboten spricht. Es sind vielmehr sehr gutgemeinte Ratschläge, das Zeigen des rechten Weges durch die Stofflichkeit, welche kennenzulernen der Wunsch der Menschengeister selbst gewesen ist.
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    Ihr seht, daß alle Gebote nur die besten Freunde für die Menschen sind, um sie vor Übel und vor Leid treu zu bewahren! Deshalb liebet sie und achtet sie als einen Schatz, welchen zu hüten Euch nur Freude bringt!

                                                                                  Abd-ru-shin